Christopher Wolfgruber: Starker Saisonauftakt trotz schwieriger Vorbereitung

Christopher Wolfgruber: Starker Saisonauftakt trotz schwieriger Vorbereitung

03. Oktober 2026

Mit dem ersten Lauf des Digitalen Carrera Winter Cup im Rahmen der CARLAR Series ist die neue Saison gestartet. Schauplatz des Auftakts war der anspruchsvolle Circuit of the Americas (COTA), der den Fahrern mit seinen technischen Passagen und zahlreichen möglichen Off-Track-Situationen einiges abverlangte.

Einer, der sich trotz schwieriger Vorbereitung gut behaupten konnte, ist Christopher Wolfgruber. Mit einem starken zweiten Platz im ersten Rennen und Platz sieben im zweiten Lauf sammelte er wichtige Punkte für die Gesamtwertung. Im Interview spricht Wolfgruber über die Herausforderungen bei der Saisonvorbereitung, seinen gelungenen Start und die Ziele für den kommenden Lauf.

„Bis zum Schluss war das Setup ein großes Fragezeichen“

Der Start in die neue Saison verlief für Wolfgruber alles andere als unter optimalen Voraussetzungen. Neben den motorsportlichen Herausforderungen spielte auch das Privatleben eine Rolle bei der Vorbereitung.

„Die Vorbereitung war schwierig, da natürlich das private Leben manchmal etwas mehr Zeit und Aufwand abverlangt“, erklärt Wolfgruber. Hinzu kam mit COTA eine Strecke, die technisch einiges von den Fahrern fordert. Besonders die zahlreichen Möglichkeiten, die Strecke unfreiwillig zu verlassen, machten die Vorbereitung nicht einfacher: „COTA ist technisch eine sehr anspruchsvolle Strecke, wo gefühlt sieben Off-Tracks pro Kurve möglich sind.“ Auch beim Setup herrschte bis zuletzt keine vollständige Klarheit. „Bis zum Schluss war das Setup ein großes Fragezeichen“, so Wolfgruber. Umso größer fällt seine Zufriedenheit mit dem letztlich erzielten Gesamtergebnis aus.

Starker Auftakt mit P2

Vor allem der erste Lauf dürfte Wolfgruber in guter Erinnerung bleiben. Bereits am Start konnte er sich eine hervorragende Ausgangsposition erarbeiten und auf Platz zwei vorfahren.

„Vor allem mit dem 1. Lauf war ich sehr happy. Am Start konnte ich mir P2 schnappen“, blickt der Fahrer zurück. Auf dem Circuit of the Americas erwies sich das Überholen allerdings als schwierige Aufgabe. Für Wolfgruber bedeutete das vor allem eines: Ruhe bewahren und Fehler vermeiden.

„Auf COTA ist Überholen sehr schwer, also ging es darum, einfach fehlerfrei zu bleiben und nicht zu viel in den Rückspiegel zu schauen.“ Diese Strategie ging im ersten Rennen auf. Wolfgruber konnte seine Position behaupten und sich einen starken zweiten Platz sichern.

Zweites Rennen: Pace vorhanden, aber beim Verteidigen fehlte das letzte Quäntchen

Im zweiten Rennen lief es dagegen nicht ganz nach Wunsch. Die Geschwindigkeit war zwar vorhanden, doch beim Verteidigen seiner Position fand Wolfgruber nicht immer die richtige Lösung. „Im zweiten Rennen hab ich verteidigen verlernt und bin außen zwei Mal im Nachteil“, beschreibt er die entscheidenden Situationen des Rennens. Besonders ärgerlich: Die Pace hätte aus seiner Sicht durchaus für ein besseres Ergebnis gereicht. „Ärgerlich, weil die Pace an sich ja da war, aber was soll's.“ Am Ende stand Platz sieben zu Buche – ein Ergebnis, mit dem Wolfgruber angesichts des gesamten Rennabends dennoch zufrieden ist: „P7 am Ende nehm ich mit!“

Blick nach Indianapolis

Nach dem Auftakt richtet sich der Blick bereits auf den zweiten Lauf. Dort wartet mit Indianapolis die nächste Herausforderung. Für Wolfgruber heißt es zunächst einmal: Strecke lernen. „Zuerst einmal wieder die Strecke lernen“, lautet seine klare Devise. Zwar hat er Indianapolis bereits in Assetto Corsa Competizione unter den Rädern gehabt, allerdings liegt diese Erfahrung bereits einige Jahre zurück.

„Indi bin ich zuletzt in ACC gefahren, das ist vier Jahre her.“

Entsprechend wird die Vorbereitung erneut eine wichtige Rolle spielen. Sein sportliches Ziel bleibt dabei klar: „Das Ziel wird wieder sein, bei den Top 5 mitzumischen.“ Viel Zeit für die Vorbereitung bleibt allerdings nicht – insbesondere angesichts der privaten Verpflichtungen. Dennoch will Wolfgruber die verfügbare Zeit bestmöglich nutzen: „Bis dahin werde ich mich – so gut es das private Leben zulässt – viel vorbereiten.“ Dass die Aufgabe nicht leichter werden dürfte, ist ihm dabei bewusst. „Die Konkurrenz wird nur stärker werden.“

Der erste Lauf hat jedoch gezeigt, dass Wolfgruber trotz schwieriger Vorbereitung über die nötige Pace verfügt, um im vorderen Feld mitzuhalten. Mit einem zweiten Platz zum Auftakt und Platz sieben im zweiten Rennen nimmt er wichtige Erkenntnisse und Punkte mit in die nächste Runde des Digitalen Carrera Winter Cup.

Die Ausgangslage für Lauf zwei ist damit klar: Strecke lernen, Vorbereitung maximieren und erneut um die Top 5 kämpfen.

Mehr News

Alle Neuigkeiten, Berichte und Updates rund um die CARLAR Series.

Alle News ansehen
Christopher Wolfgruber: Starker Saisonauftakt trotz schwieriger Vorbereitung | CARLAR Series | CARLAR series