Arne Sengstake: Starker Auftakt trotz kurzer Vorbereitung

Arne Sengstake: Starker Auftakt trotz kurzer Vorbereitung

03. Oktober 2026

Der erste Lauf des Digitalen Carrera Winter Cup im Rahmen der CARLAR Series ist Geschichte. Für Arne Sengstake verlief der Saisonauftakt trotz einer vergleichsweise kurzen Vorbereitungszeit durchaus erfolgreich. Zwischen Team-Manager-Aufgaben, weiteren Rennserien und nur rund eineinhalb Tagen Training blieb wenig Zeit für eine umfangreiche Vorbereitung – umso bemerkenswerter fiel sein Start in den Winter Cup aus.

Zwischen Team-Management und eigener Rennvorbereitung

Viel Zeit zur Vorbereitung auf den Saisonauftakt hatte Sengstake nicht. Rund eineinhalb Tage Training standen ihm vor dem ersten Lauf zur Verfügung. Gleichzeitig war der Rennfahrer auch abseits des eigenen Cockpits aktiv. Am Vortag des Winter-Cup-Auftakts war Sengstake noch im Rahmen der Clubhouse Series des ADAC unterwegs, wo er beim RSC weiterhin die Rolle des Team Managers übernimmt. Und auch zuvor blieb kaum Zeit für eine längere Pause: Bereits am Dienstag war er selbst in der ASCR-Serie auf Le Mans im Einsatz. Trotz dieses engen Zeitplans fällt sein Fazit zum Saisonstart positiv aus: „Der Seasonstart lief gut, für 1,5 Tage Training, die ich vorher hatte.“

Die fehlende Trainingszeit machte den Auftakt allerdings zu einer besonderen Herausforderung. Vieles musste Sengstake direkt auf der Strecke erarbeiten.

Rennen eins: Ruhiger und kontrollierter Auftritt

Im ersten Rennen des Tages gelang Sengstake ein überzeugender Start. Gerade die Qualifikation verlief angesichts der begrenzten Vorbereitung vielversprechend. Die ersten zehn Qualifikationsrunden lieferten eine gute Pace – obwohl er zuvor lediglich zwei 30-Minuten-Stints auf der Strecke absolviert hatte. Auch im Rennen selbst blieb Sengstake konzentriert und konnte die erste entscheidende Hürde direkt meistern: Kurve eins.

„Kurve 1 konnte ich ohne Schaden befahren und bin danach ohne 2 Kämpfe ins Ziel gekommen.“ Damit konnte er sich aus unnötigen Zwischenfällen heraushalten und seinen Rennverlauf kontrolliert gestalten. Auch bei den Incident Points blieb das Rennen zunächst vollkommen sauber. Bis zur Rennhälfte stand die Anzeige noch bei null Punkten. Erst im weiteren Verlauf kamen drei Offtracks hinzu. Für Sengstake blieb das Rennen damit insgesamt ein sehr kontrollierter Lauf – insbesondere angesichts der kurzen Vorbereitung.

Rennen zwei: Pech im Vierkampf

Im zweiten Rennen gestaltete sich die Situation deutlich schwieriger. Die Qualifikation bezeichnet Sengstake als „okay“, auch der Rennstart verlief zunächst problemlos. Doch bereits nach wenigen Runden folgte der entscheidende Zwischenfall. In der letzten Kurve von Runde drei oder vier geriet Sengstake in einen Vierkampf („4 Wide“). Dabei wurde sein Fahrzeug beschädigt und gleichzeitig von der Strecke abgedrängt.

Die Folgen waren erheblich: Insgesamt verlor Sengstake acht Positionen.

Besonders schwierig war anschließend die Aufholjagd. Auf der Strecke gibt es nach seiner Einschätzung nur zwei wirklich geeignete Überholstellen, wodurch das Zurückkämpfen durch das Feld entsprechend kompliziert wurde. Trotz des Rückschlags gab Sengstake nicht auf. Mit einer konzentrierten Aufholjagd gelang es ihm, sich immerhin wieder bis auf Position 15 nach vorne zu arbeiten.

„Am Ende habe ich 8 Positionen verloren. Während des Rennens kann man auf der Strecke nur an 2 Stellen wirklich überholen und ich habe es noch irgendwie zurück auf P15 geschafft.“ Damit zeigte der zweite Lauf zwei Seiten des Digitalen Motorsports: Während ein kleiner Zwischenfall in einem engen Vierkampf schnell mehrere Positionen kosten kann, bietet ein sauberes und konstantes Rennen gleichzeitig die Möglichkeit, sich wieder zurückzuarbeiten.

Unbekannte Strecke wartet im zweiten Lauf

Für den zweiten Lauf des Digitalen Carrera Winter Cup hat Sengstake bereits ein realistisches Ziel formuliert. Er möchte ein ähnliches Ergebnis wie beim Auftakt erreichen – allerdings hängt für ihn viel davon ab, wie gut ihm die nächste Strecke liegt.

Denn eine besondere Herausforderung wartet bereits: Die Strecke des zweiten Events ist für Sengstake komplettes Neuland.

„Ähnliches Ergebnis, wenn mir die Strecke liegt. Gefahren bin ich noch nie auf der Strecke für das 2. Event.“ Entsprechend wird die Vorbereitung diesmal eine wichtige Rolle spielen. Sengstake plant, die Strecke voraussichtlich ab dem 12. intensiver zu testen und sich Schritt für Schritt mit dem Kurs vertraut zu machen.

Lernen, vorbereiten und erneut angreifen

Der Saisonauftakt hat gezeigt, dass Sengstake auch mit begrenzter Vorbereitungszeit konkurrenzfähig sein kann. Während Rennen eins von Konstanz und einem sauberen Rennverlauf geprägt war, musste er sich im zweiten Rennen nach einem unglücklichen Zwischenfall zurückkämpfen. Nun wartet mit der unbekannten Strecke eine neue Herausforderung. Mehr Training soll dabei die Grundlage für den nächsten Schritt bilden.

Nach einem soliden Auftakt richtet Arne Sengstake den Blick bereits nach vorne. Die Devise für den zweiten Lauf lautet: Strecke kennenlernen, Vorbereitung intensivieren und erneut ein ähnliches Ergebnis wie beim Saisonstart einfahren

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