Thomas Reinberger zwischen Rückschlägen und Aufholjagd – mit neuem Fokus in Richtung vierter Lauf

Thomas Reinberger zwischen Rückschlägen und Aufholjagd – mit neuem Fokus in Richtung vierter Lauf

06. November 2026

Ein schwieriger dritter Lauf des Digitalen Newcomer Winter Cup liegt hinter Thomas Reinberger. Wenig Trainingszeit, unglückliche Zwischenfälle und ein schwieriger Rennverlauf machten ihm das Leben schwer. Dennoch gelang ihm im zweiten Rennen eine bemerkenswerte Aufholjagd. Für den vierten Lauf ist die Marschroute nun klar: Mehr Testkilometer, bessere Qualifying-Leistungen und zurück in die Top 10.

Nicht jeder Rennabend läuft nach Plan – diese Erfahrung musste auch Thomas Reinberger beim dritten Lauf des Digitalen Newcomer Winter Cup im Rahmen der CARLAR Series machen. Während er in den vorherigen Veranstaltungen mit Konstanz überzeugen konnte, verlief der dritte Lauf alles andere als optimal. Auf die Frage nach seiner Zufriedenheit mit dem Ergebnis fällt seine Antwort entsprechend deutlich aus: „Absolut nicht.“

Der Grund dafür lag bereits in der Vorbereitung. Nur wenige Testrunden waren vor dem Rennabend möglich, auf Longruns musste Reinberger sogar komplett verzichten. Damit fehlte ihm eine wichtige Grundlage, um sich optimal auf die Rennen einzustellen. Besonders im Qualifying für das erste Rennen machte sich die fehlende Vorbereitung bemerkbar.

Schadensbegrenzung im ersten Rennen

Im Qualifying zum ersten Lauf stand Reinberger entsprechend unter Druck. Am Ende reichte es immerhin für Startplatz zwölf – eine Ausgangslage, mit der er zunächst Schadensbegrenzung betreiben konnte.

Auch der Rennstart verlief nicht ohne Schwierigkeiten. Zwar gelang es ihm, sich aus den Zwischenfällen herauszuhalten, dennoch verlor er einige Positionen. Hinzu kam, dass er zunächst seinen Rhythmus finden musste. Erst nach drei bis vier Runden kam Reinberger richtig ins Rennen. Von diesem Zeitpunkt an ging es wieder nach vorne. Mit zunehmender Sicherheit konnte er sein Tempo steigern und sich Position für Position zurückarbeiten. Am Ende stand erneut Platz zwölf zu Buche.

Ein Ergebnis, das unter den gegebenen Umständen durchaus in Ordnung war, seinen eigenen Erwartungen jedoch nicht gerecht wurde. Reinberger selbst ordnete die Leistung realistisch ein: Für den schwierigen Start und die Probleme in den ersten Runden sei das Ergebnis akzeptabel gewesen, allerdings weit entfernt von dem, was er sich vorgenommen hatte.

Zweites Rennen: Vom Rückschlag zur starken Aufholjagd

Noch turbulenter sollte sich der zweite Lauf gestalten. Bereits das Qualifying verlief für Reinberger alles andere als nach Wunsch. Nach einer mäßig guten Runde verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und drehte sich. Unglücklicherweise wurde er dabei am Vorderrad getroffen.

Zwar schaffte er es noch zurück an die Box, doch die verbleibende Zeit reichte nicht mehr für einen weiteren Angriff auf eine bessere Startposition. Die Konsequenz: Startplatz 24. Doch damit war der schwierige Rennabend noch lange nicht vorbei. Lange konnte Reinberger seine Position nicht halten. Ein weiterer Kontakt am Heck brachte ihn aus dem Rennen um die vorderen Plätze und warf ihn bis auf Position 30 zurück.

Was folgte, war eine echte Aufholjagd. Trotz des großen Rückstands ließ sich Reinberger nicht entmutigen und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück. Dabei profitierte er zwar auch von Fahrfehlern der Konkurrenz, konnte aber gleichzeitig mit einigen sehenswerten und engen Überholmanövern überzeugen. Am Ende wurde sein Kampfgeist belohnt: Unter anderem durch eine Zeitstrafe gegen Max Luca verbesserte sich Reinberger schließlich auf Platz 15.

Nach dem enttäuschenden Verlauf des zweiten Qualifyings und dem frühen Rückschlag im Rennen war dieser Abschluss zumindest ein versöhnlicher Lichtblick. Aus einer schwierigen Ausgangslage machte er noch das Beste und bewies, dass auch nach Rückschlägen mit ihm zu rechnen ist.

Klare Zielsetzung: Zurück in die Top 10

Nach dem durchwachsenen dritten Lauf richtet Thomas Reinberger seinen Blick bereits auf die nächste Veranstaltung. Für den vierten Lauf hat er ein klares Ziel: Er möchte wieder zu seiner gewohnten Konstanz aus den vorherigen Läufen zurückfinden und sich dauerhaft in den Top 10 etablieren.

Dabei geht es nicht nur um ein einzelnes gutes Ergebnis. Vielmehr möchte Reinberger wieder regelmäßig konkurrenzfähig sein und seine Leistungen über beide Rennen hinweg stabilisieren.

Die Voraussetzungen dafür sieht er vor allem in einer besseren Vorbereitung. Denn gerade der dritte Lauf hat gezeigt, wie entscheidend ausreichend Trainingszeit für einen erfolgreichen Rennabend sein kann.

Mehr Testkilometer als Schlüssel zum Erfolg

Bei der Vorbereitung auf den vierten Lauf gibt es für Reinberger deshalb eine klare Priorität: deutlich mehr Trainingskilometer sammeln. Seine Aussage dazu ist unmissverständlich: „Mehr Testkilometer. Auf jeden Fall viel mehr Testkilometer.“

Besonders das Qualifying soll dabei im Mittelpunkt stehen. Die schnellen Einzelrunden müssen sitzen, denn im engen Fahrerfeld der CARLAR Series können bereits kleinste Zeitunterschiede einen enormen Einfluss auf die Startposition haben. Reinberger bringt es selbst auf den Punkt: „Bei den engen Zeitabständen bringt jedes Zehntel viele Plätze.“

Genau hier möchte er ansetzen. Mit mehr Trainingszeit, gezielten Qualifying-Simulationen und einer besseren Vorbereitung auf die Rennbedingungen soll die Grundlage für einen deutlich erfolgreicheren vierten Lauf geschaffen werden.

Wiedergutmachung als Motivation

Der dritte Lauf war für Thomas Reinberger zweifellos eine Veranstaltung zum Vergessen – zumindest, wenn man ausschließlich auf die Ergebnisse schaut. Fehlende Trainingszeit, ein schwieriges Qualifying und mehrere unglückliche Zwischenfälle verhinderten eine bessere Platzierung.

Doch insbesondere die Aufholjagd im zweiten Rennen hat gezeigt, dass Reinberger auch unter schwierigen Bedingungen nicht aufgibt. Platz 15 nach dem Rückfall auf Rang 30 war ein versöhnlicher Abschluss eines ansonsten turbulenten Rennabends.

Nun soll beim vierten Lauf die Antwort auf der Strecke folgen. Mit mehr Testkilometern, besseren Qualifying-Runden und der Rückkehr zu seiner gewohnten Konstanz möchte Reinberger wieder ein ernstes Wort in den Top 10 mitreden.

Die Motivation für die Wiedergutmachung ist vorhanden. Jetzt gilt es, die richtigen Lehren aus dem dritten Lauf zu ziehen und beim nächsten Rennen wieder das eigene Leistungsvermögen abzurufen.

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