Marc Hofmann glänzt mit Podium und Aufholjagd – zwischen Zeitmangel und großen Ambitionen

Marc Hofmann glänzt mit Podium und Aufholjagd – zwischen Zeitmangel und großen Ambitionen

06. November 2026

Wenig Trainingszeit, ein schwieriges erstes Qualifying und am Ende gleich zwei starke Ergebnisse: Marc Hofmann erlebte beim dritten Lauf des Digitalen Newcomer Winter Cup im Rahmen der CARLAR Series einen abwechslungsreichen Rennabend. Mit Platz 9 nach einer beeindruckenden Aufholjagd und einem Podiumsplatz im zweiten Rennen setzte er ein deutliches Ausrufezeichen. Für den vierten Lauf hat er erneut die vorderen Plätze im Visier – auch wenn die Zeit für die Vorbereitung knapp bleibt.

Marc Hofmann dürfte den dritten Lauf des Digitalen Newcomer Winter Cup mit gemischten Gefühlen, aber vor allem mit einem breiten Grinsen in Erinnerung behalten. Trotz eingeschränkter Trainingsmöglichkeiten gelang ihm ein Rennabend, der sowohl kämpferische Qualitäten als auch eine starke Rennpace offenbarte.

Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Aufgrund seiner starken beruflichen Einbindung blieb ihm für die Vorbereitung auf die Strecke lediglich etwa die Hälfte der üblichen Trainingszeit. Dass sich dies insbesondere im ersten Qualifying bemerkbar machen würde, zeigte sich schnell.

Von Startplatz 18 zur starken Aufholjagd

Mit seiner Leistung im ersten Qualifying war Hofmann alles andere als zufrieden. Am Ende stand lediglich Startplatz 18 zu Buche. Eine Ausgangslage, die ihn offenbar selbst kurz ins Grübeln brachte. Mit einem Augenzwinkern kommentierte er seine Gedanken nach der Qualifikation: „Hätte ich doch die andere Hälfte trainiert.“

Doch anstatt sich von der schwierigen Ausgangssituation entmutigen zu lassen, zeigte Hofmann im anschließenden Rennen eine starke Reaktion. Mit einer überzeugenden Aufholjagd kämpfte er sich durch das Fahrerfeld und konnte sich bis auf Platz 9 nach vorne arbeiten.

Damit gelang ihm nicht nur eine deutliche Verbesserung gegenüber seiner Startposition, sondern auch der Beweis, dass die notwendige Rennpace durchaus vorhanden war. Der erste Lauf entwickelte sich somit trotz des enttäuschenden Qualifyings zu einem Erfolg.

Qualifying sitzt – Podium im zweiten Rennen

Im zweiten Qualifying lief es für Marc Hofmann dann deutlich besser. Diesmal konnte er seine gewünschte Rundenzeit abrufen und sich mit Startplatz 7 eine vielversprechende Ausgangslage für das Rennen sichern.

Im anschließenden Lauf wusste er diese Position zu nutzen und kämpfte sich bis auf Rang 3 nach vorne. Ein Ergebnis, über das er sich verständlicherweise überaus glücklich zeigte.

Allerdings hatte die Podiumsplatzierung einen kleinen Beigeschmack. Sein Teamkollege Mauro Fusco kassierte noch eine Durchfahrtsstrafe, wodurch sich für Hofmann die Möglichkeit ergab, den dritten Platz zu übernehmen.

Hofmann selbst zeigte sich dabei ausgesprochen fair und sportlich. Zwar bezeichnete er die Strafe scherzhaft als Geschenk, machte aber gleichzeitig deutlich, dass er dieses Geschenk lieber nicht angenommen hätte. Denn aus seiner Sicht hatte Fusco mit seiner starken Pace den dritten Platz definitiv mehr verdient.

Diese Aussage unterstreicht nicht nur den Teamgedanken, sondern auch den respektvollen Umgang innerhalb des Fahrerfeldes der CARLAR Series.

Wieder vorne mitfahren – das Podium fest im Blick

Nach dem erfolgreichen zweiten Rennen sind die Ambitionen für den vierten Lauf entsprechend hoch. Marc Hofmann möchte erneut im vorderen Bereich mitmischen und vor allem von Beginn an seine Qualifying-Leistung abrufen.

Sein Wunsch ist klar: In beiden Qualifyings soll die eigene Bestzeit möglichst direkt sitzen. Damit möchte er sich eine bessere Ausgangslage verschaffen und vermeiden, im Rennen zunächst zahlreiche Positionen aufholen zu müssen. Denn auch wenn ihm die Aufholjagd im ersten Rennen durchaus Spaß gemacht hat, muss sich das nach Möglichkeit nicht wiederholen.

Mit einem Augenzwinkern erklärt Hofmann: „So eine Aufholjagd macht zwar Spass, aber ich muss ja nicht jedes Mal zuerst das halbe Fahrerfeld persönlich begrüssen.“ Wenn die Qualifying-Leistungen stimmen und er in beiden Rennen seine Pace auf die Strecke bringen kann, möchte er erneut um einen Podiumsplatz kämpfen.

Zwischen Schweizer Meisterschaft und CARLAR Series: Die Zeit wird zum entscheidenden Faktor

Die Vorbereitung auf den vierten Lauf dürfte für Hofmann allerdings erneut eine Herausforderung werden. Neben seinen beruflichen Verpflichtungen wartet in diesem Jahr eine weitere sportliche Aufgabe auf ihn: Er nimmt erstmals an der Schweizer Simracing Meisterschaft teil.

Auch dafür benötigt er entsprechende Trainingszeit. Die verfügbaren Stunden müssen deshalb sinnvoll aufgeteilt und gezielt eingesetzt werden. Große Trainingsumfänge sind unter diesen Umständen kaum möglich. Hofmann möchte daher vor allem die Zeit nutzen, die ihm tatsächlich zur Verfügung steht. Dabei geht es darum, möglichst effizient zu trainieren und sich auf die entscheidenden Details zu konzentrieren.

Wie knapp es im Terminkalender tatsächlich aussieht, beschreibt er mit einer herrlichen Aussage: „Im Moment finde ich auf der Strecke eher zwei Zehntel als im Kalender zwei freie Stunden.“

Ein Satz, der seine aktuelle Situation wohl kaum treffender beschreiben könnte.

Ein Podium als Motivation für die nächste Herausforderung

Der dritte Lauf hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in Marc Hofmann steckt. Trotz deutlich reduzierter Trainingszeit konnte er mit einer starken Aufholjagd im ersten Rennen und einem dritten Platz im zweiten Lauf überzeugen.

Besonders erfreulich dürfte für ihn sein, dass die Pace grundsätzlich stimmt. Nun gilt es, diese Leistung bereits im Qualifying abzurufen und sich damit eine bessere Ausgangsposition für die Rennen zu verschaffen.

Die Konkurrenz darf sich also auf einen motivierten Marc Hofmann einstellen, der erneut die vorderen Plätze angreifen möchte. Ob die knappe Trainingszeit dabei zum entscheidenden Hindernis wird oder er erneut mit starken Rennleistungen überrascht, wird sich beim vierten Lauf zeigen.

Eines ist sicher: Marc Hofmann hat das Podium im Visier. Und wenn er seine Qualifying-Zeiten von Anfang an trifft, könnte der nächste Angriff auf die Spitzenplätze durchaus erfolgreich werden.

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